Ist die sexuelle Revolution nun auch Schuld an Missbrauchsfällen?
Man mag es im ersten Moment gar nicht so recht glauben, wenn man hört, was der Bischof Walter Mixa artikuliert. Die sexuelle Revolution sei sicherlich nicht ganz unschuldig daran, dass Missbrauchsfälle in erhöhter Form aufgetreten seien. Manche Moralkritiker hätten in den 68ern damals eine Legalisierung der sexuellen Kontakte zu Minderjährigen gefordert. Das zumindest indirekt. So berichtet auch der Spiegel. Die gesamte Situation ist mittlerweile heiß diskutiert. Und das wohl auch zu recht. Viele sind einfach er Meinung, dass solche überaus konservative Interpretationen schon längst zum alten Eisen gehören.
Es wird heiß diskutiert zurzeit. Der Bischof Walter Mixa ist der Ansicht, dass die 68er eine Mitschuld an steigenden Missbrauchsfällen bei uns haben. Die sexuelle Revolution sei dafür auch zusätzlich verantwortlich, so der Bischof. Dieser war schon öfter durch seine sehr konservative Haltung – und das ist noch recht milde ausgedrückt – in Bezug auf gesellschaftliche Phänomene aufgefallen.
Wissenschaftler sind ganz und gar nicht der Meinung, dass die sexuelle Revolution dazu geführt hat. Vielmehr wird gefordert, dass sich gerade die katholische Kirche Themen in Bezug auf Sexualität weiter öffnet. Ob das auch geschieht, sei erst einmal dahin gestellt. Zumindest sieht es in der Interpretation von Walter Mixa nicht danach aus. Mixa sagt weiterhin, dass in den Medien eine Sexualisierung der Öffentlichkeit stattgefunden habe. Hier würden auch eher abnormale sexuelle Neigungen gefordert. Und das sei eben nicht so, wie es sein solle.
Im Gegenzug machen andere die katholische Kirche für Missbrauchsfälle verantwortlich. Durch eben gewissen Strukturen in ihr, sei sie für einige Missbrauchsskandale durch Geistliche mit verantwortlich. Ein weiteres Thema ist natürlich auch die Homosexualität. Hier besteht eine Sexualfeindlichkeit, die seinesgleichen sucht. Doch ohne eine Reform der gesamten Strukturen wird sich hier wahrscheinlich nichts ändern, so sagt es Eugen Drewermann, ein Kirchenkritiker, der seit 1991 nicht mehr das Priesteramt ausüben darf, da er schon damals unter anderem das Heiratsverbot massiv kritisiert hatte. Wie sich die Sache weiter entwickelt? Man darf gespannt sein. Zumindest wird erst einmal wieder viel geredet und beredet werden. Die sexuelle Revolution zumindest hat doch eigentlich keinem geschadet, oder?
früher ist doch alles verschwiegen gewesen.Missbrauchsfällen sind fast so alt wie die Menscheit! und seien wir herrlich,,jeder von uns kann ein Pfarrer werden!! Zwischen eine Berufung und ein Beruf ,sollte nämlich eine Unterschied geben!!! ich wünschte dass der Zeitgeist auf dem Geist zugewandt wäre,es würde uns helfen uns selbst kennenzulernen.