Lassen sich Sprit fressende Dienstwagen und Umweltschutz vereinen?

Es ist ein bisschen verrückt. Denn auf der einen Seite propagieren unsere Politiker für eine saubere und reine Umwelt. Die Umweltzonen wurden ja schließlich nicht umsonst eingeführt. Auch, wenn der Effekt bis jetzt mehr als einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Doch ist es vereinbar teure Spritfresser als Dienstwagen, auch auf hoher Ebene, fahren zu lassen oder kann man auch hier als Spitzenpolitiker ein wenig mehr Umweltbewusstsein zeigen, wenn es schon von anderen in Verbindung mit dem Umweltschutz gefordert wird.

Umweltschutz ist ja nicht erst seit gestern ein sehr brisantes Thema. Das ist klar. Umso mehr wird da diskutiert, warum einige Spitzenpolitiker immer noch saumäßig teure, aber vielmehr völlig unwirtschaftliche Fahrzeuge als Staatskarossen benutzen und fahren lassen. Wieder ist die Diskussion entbrannt.

Beispielsweise verbrauchen die Dienstwagen von einem Roland Koch oder auch von einem Herrn Rütgers im Stadtverkehr über zwanzig Liter an Super oder Super Plus. Die Frage, die sich hier einige stellen, ist natürlich, ob das auch wirklich sein muss. Das würde auch wesentlich günstiger gehen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man auf den Luxus einer entsprechenden Limousine verzichten muss, sondern lediglich eine andere Motorisierung wählt.

Vor macht es da der CDU Ministerpräsident Böhmer, der sich in einem BMW 730d chauffieren lässt. Der CO2 Ausstoß liegt hier nur bei 180 Gramm pro Kilometer. Das Umweltbewusstsein der deutschen Politiker ist aber bei vielen noch nicht so, wie es immer gepredigt wird. Koch fährt einen 7er BMW und einen Phaeton von Volkswagen. Und auch Rütgers fährt einen A8 mit zwölf Zylindern. Das stößt einigen schwer auf, wenn es ums Thema Umweltschutz geht.

Ich persönlich kann der ganzen Aufregung nicht wirklich etwas abgewinnen. Natürlich sollten gerade unsere Politiker mit einem entsprechend guten Beispiel voran gehen. Das ist schon richtig und sollte beachtet werden. Daher ist es auch angebracht, moderate Fahrzeuge fahren zu lassen, auch wenn es sich um Luxuslimousinen handelt. Damit hat dies auch nichts zu tun. Als Privatpersonen sollten sie, wie jeder andere auch, entscheiden können, was sie gerne möchten und was sie gerne fahren. Ich lasse mich auch nicht davon abbringen eine große Limousine zu fahren, die eben mehr aus stößt als ein Hybridfahrzeug oder auch ein sparsamer Kompaktwagen.

One Response to “Lassen sich Sprit fressende Dienstwagen und Umweltschutz vereinen?”

  1. [...] Das Problem besteht vorderrangig darin, dass bei einer schweren Limousine im Stadtverkehr schnell 20 Liter oder sogar noch mehr Kraftstoff durchlaufen. Genau dieser Punkt ist nicht erfreulich: Auf der einen [...]

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