Rücktritt von Margot Käßmann – war das richtig?
Gestern schrieben wir bereits über die Alkoholfahrt der Ratsvorsitzenden Bischöfin der Evangelischen Kirche Margot Käßmann. Heute Morgen hat sie dann in einer Pressekonferenz offiziell gemacht, dass sie von ihren offiziellen Ämtern zurücktrete. Was geschieht jetzt und wie geht es mit ihr weiter? Und vor allem, war der Rücktritt notwendig?
Jetzt ist es amtlich. Heute Morgen trat die Ex- Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Margot Käßmann vor die Presse und gab ihren Rücktritt bekannt. Schließlich hatte sie einen großen Fehler begangen und die Konsequenzen daraus gezogen. Die Frage, die dabei aber aufkommt, ist, ob die Ex- Ratsvorsitzende richtig gehandelt hat.
Sicherlich war sie ihren langen und beschwerlichen Weg gegangen und hatte immer beharrlich ihre Ziele im Auge, die sie dann auch immer peinlichst genau verfolgte und möglichst versuchte, so wenig Fehler wie möglich zu machen. Ob der Rücktritt falsch ist, darüber diskutieren viele zurzeit. Wie wäre es beispielsweise, wenn ein Mann diese Verfehlung begangen hätte? Wäre es ihm mehr nachgesehen worden? Margot Käßmann hat definitiv einen Fehler begangen, doch ist das gleichzeitig ein Todesurteil in Bezug auf ihre Stellung?
Normalerweise ist jeder Mensch gleich. Auch eine Bischöfin ist ein Mensch wie jeder andere auch. Der Spiegel schreibt, dass wohl auch andere Faktoren den Rücktritt heraus gefordert haben. Es waren zu viele Punkte, die ihre Rolle gespielt haben. Sie sei Bischöfin, auch noch geschieden und jetzt ist sie mit 1,54 Promille am Steuer erwischt worden. Zumindest der Rat der Evangelischen Kirche hatte der Bischöfin Margot Käßmann uneingeschränktes Vertrauen zugesprochen. Laut ihrer eigenen Aussage möchte sie aber auch noch als Pfarrerin weiter arbeiten. Vielleicht hätte sie gerade aus dieser Tat mit noch mehr Kraft ihre Frau stehen können und es anderen damit auch noch mal beweisen können. Ob das möglich gewesen wäre, lässt sich allerdings sehr schwer beantworten.